Das leere Berliner Zimmer

Wand mit WellkommenVor fast genau 5 Jahren, im September 2012 spuckte mich an einem himmelblauen Herbsttag ein Taxi an der Adalbertstraße in Kreuzberg aus. Damit begann ein wildes Abenteuer quer durch die Stadt. Es folgt ein abschließendes Fazit – denn Frau Bellis Berliner Zimmer steht bald leer.

Alles begann so: Im wunderbaren, endlosen, kunterbunten Berlin traf Frau Belli im Jahre 2012 an einem müden Abend in der Tanzwirtschaft “Kaffee Burger” einen Norweger, der in seinem karierten Hemd still und schweigend an einem Whisky nippte. Er hatte eine außergewöhnlich tiefe Furche, die seine Stirn durchzog, und Frau Belli dachte: Der sieht ja mal arrogant aus. Wie er so da sitzt. So gelangweilt. So desinteressiert.

Acht Stunden und siebzehn Diskussionen später stopften wir uns gemeinsam heiter und noch leicht beschwippst am Alexanderplatz in einer Arbeiterkantine zum Zmorgä mit Rühreiern, Würstchen und gedämpften Tomaten voll. Ich hatte leider kein Zettelchen, aber ich schrieb meine Handynummer auf ein mit Autos bedrucktes Kinderpfläschterli, das ich in den unendlichen Weiten meines Portemonnaies fand. “Ich telefoniere nicht gerne,” sagte ich und gab sie ihm.

Ein Jahr später stand ich in einer Schöneberger Altbauwohnung mit den schönen Flügeltüren und französischem Balkon. “Wir nehmen sie,” sagte ich zum Vermieter. Zum Norweger sagte ich am Telefon: “Wir nehmen sie.”

Vier Jahre ist dieser Tag nun her. Vier glückliche Jahre, in denen wir uns in unserer Flügeltürenwohnung mit viel Berliner Luft vollgesogen haben (dem Sauerstoff natürlich, nicht dem Alkohol).

Was ich in Berlin alles erlebt habe, das geht auf keine Kuhhaut!

–> Kleiner Exkurs: “Best of”, oder Was Frau Belli alles in Berlin erlebt hat <–

Es war eine wilde Ära- eine bunte, fantastische, anstrengende, quirlige Ära. Eine richtige Ära eben!

Und sie endet.

Jetzt.

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