Das Leben ohne Smartphone: Anleitung zum Hipstertum — und zur Ruhe

hipster

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, ich bin jetzt auch ein Hipster. Und es war gar nicht so schwierig! Ehrlich. Ich kann euch erklären, wie es geht.

Aus den Erfahrungen der letzten Monate kann ich euch nämlich eines sagen: Um als “Hipster”* wahrgenommen zu werden, braucht man gar nicht unbedingt 

  • die ganzen “fixed-gear” Velos oder die Flat Whites (weil Cappuccini sind voll 2006)
  • die simplistischen, geometrischen Ohrringe und Halsketten mit Bergkristallen
  • die teuren, baumelnden Industrieglühbirnen
  • die Hosenträger in Kombination mit einem gut gestutzten Bart
  • ODER! Die winzigen Kakti in ananasförmigen Töpfchen
  • eine Polaroid-Kamera
  • die abrasierten Schläfen, den Dutt mit dem “Undercut”, oder — ganz neu — auch gerne alles aber jetzt bitte in Grau
  • das morgendliche “Acai Bowl” in allen Farben des Regenbogens
  • den eckigen FiällRäven Rucksack
  • die minimalistisch gehaltene Altbauwohnung (vorzugsweise Originaldielen, wobei es notfalls auch Fake-Parkett sein daruf — aber einfach bittte, bitte auf gar keinen Fall Neubau, wäh!)

*Hipster, der (n.): Jemand, der sich lifestyletechnisch konstant an der Grenze von bewundernswert cool und verabscheuenswert cool bewegt. Die Bezeichnung ist somit äußerst ambivalent und wird sowohl als durchaus nette bis neutrale Klassifizierung eines Menschen, aber auch als extrem negativ behaftete Klassifizierung eines Menschen benutzt.

Versteht mich nicht falsch. Diese Dinge sind durchaus förderlich für ein Hipsterimage; wer also aktiv in Richtung Hipsterstyle gehen möchte, der bediene sich ausgiebig der oben aufgeführten Liste.

Und ich muss gestehen, ich bekenne mich ja auch des einen oder anderen Punktes schuldig! Aber! Ich arbeite nicht aktiv an meinem Hipsterimage.

Und trotzdem passierte es: Ich wurde cool.

Continue reading “Das Leben ohne Smartphone: Anleitung zum Hipstertum — und zur Ruhe”