Das traurige Ableben von Klaus und Arnold

Dackel im Laub
Lotti mag wohl Laub.

Ich möchte heute mit euch ein Thema bewältigen, das ich bislang aus Schmerzensgründen nur hier und da am Rande erwähnt habe: Das Dackelverbot, das da seit diesem Sommer so schwer auf uns lastete. Richtig — lastete. Ich habe die Vergangenheitsform benutzt.

Ich muß gestehen, von August bis Ende Oktober 2015 verbrachte ich den Hauptteil meines seither zugegebenermaßen beschränkten geistigen Lebens damit, die niederschmetternde und wortkarge Botschaft unserer Gebäudeverwaltung zu verdauen (“Sehr geehrte Frau Belli, wir können Ihnen die Genehmigung zur Dackelhaltung nicht erteilen. Freundliche Grüße.”)

Dabei hatte ich zur Überzeugung sogar eine wunderschöne Fotografie in Sepia angehängt, eine aus dem New York der 1940er-Jahre, auf der sich ein Hotelwächter verschmitzt über einen kleinen Würstchenhund beugt! Aber um — wie immer — vielleicht ein Spürchen zu ehrlich zu sein, meine Vorbereitungen waren sogar weit über das Sepia-Bild hinausgegangen. Voller Freude hatte ich an einem schönen Sommertag auf Ebay Kleinanzeigen eine Bitte um Spielfreunde für “Lotti,” einem pubertierenden Berliner Dackelmädchen, entdeckt. Ich meldete mich natürlich umgehend — die Gelegenheit konnte ich mir ja nicht entgehen lassen, schließlich würde ich ja testen wollen, ob ich tatsächlich nicht nur in meinen Tagträumen, sondern auch in Realität dackelkompatibel bin.

Erst, als ich also strahlend und erwartungsvoll bei Lottis Halterin auf der Couch saß, stellte sich heraus, dass mit “Spielgefährten für Lotti” eigentlich Hunde gemeint gewesen waren.

Oh, die unsägliche Röte, die mir zu Gesichte stieg! Wie konnte ich nur so naiv sein? Und hier saß ich nun, hundelos, mit Blumenstrauß. Aber! Continue reading “Das traurige Ableben von Klaus und Arnold”