jenseits der fussmatte

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froyo in der strandbar hinter dem haus, vorbergstrasse.

es passiert doch relativ selten, dass ich mich plötzlich auf einem winzigen dach-balkon anstelle eines kinos, wie ursprünglich geplant, wiederfinde. mit einem limettenbier in der hand und ausblick auf ein karoussell.

aber am vergangenen sonntag wurde mir wiedermal bewusst, dass ich ja in berlin bin – und dass hier prinzipiell nichts überraschen sollte. es kann durchaus passieren, dass der blumenverkäufer partout nicht mit dem kauf DEINER rose einverstanden ist und er dir darum die rose SEINER wahl gratis mit dazu gibt, weil er es einfach nicht verstehen kann, dass du seinen ratschlag missachtest. es kann auch passieren, dass man auf offener strasse beobachtet, wie ein bekleideter herr einer von der hüfte abwärts splitterfasernackten frau höflich den restaurant-stuhl zurecht rückt, als wäre sie NICHT splitterfasernackt. oder dass die kriminalpolizei eines morgens um 7:30 uhr an der tür klopft und nach dir verlangt, um einen fall aufzuklären, der nichts mit dir zu tun hat. und manchmal, manchmal kann es auch sein, dass eines morgens bei der arbeit eine raumfahrtkapsel im hinterhof steht, und man hat keine ahnung, woher sie gekommen ist, und weshalb sie da ist, oder wann sie wieder verschwinden wird.

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